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Die Zukunft des Zahlungsverkehrs / Instant Payments

Wenn man 20 Jahre zurückblickt, wie damals Zahlungen durchgeführt wurden, so wird man auf Lochkarten, handschriftlich ausgefüllte Schecks, papierhafte Überweisungsbelege oder je nach Land andere Zahlungsmethoden vorfinden. Heute dagegen findet der Zahlungsverkehr weitgehend elektronisch statt. Papierbelege werden kaum noch verwendet, stattdessen werden Zahlungen fast mit einem Wimpernschlag über digitale Autobahnen verarbeitet.

Wenn diese Zahlungsmethoden von vor 20 Jahren heute schon altmodisch erscheinen, wie wird dann erst der Zahlungsverkehr 20 Jahre in der Zukunft aussehen? Wie werden wir dann Zahlungen verarbeiten und handhaben?

Echtzeitzahlungsverkehr mit Instant Payments
In Europa treiben das Euro Retail Payments Board (ERPB), eine Gruppe unter Vorsitz der Europäischen Zentralbank, die Verbände von Anbietern und Nutzern von Zahlungsverkehrsservices zusammenbringt, sowie die Europäische Zentralbank selbst aktuell ein einheitliches System für Echtzeitzahlungen voran: Instant Payments. Dies wird das nächste wichtige Thema nach SEPA und könnte zu einem herausfordernden Projekt für daran Beteiligte werden.

Instant Payments wird die Verarbeitungsschritte reduzieren, ähnlich dem Faster Payments System in Großbritannien, und Zahlungen dadurch beschleunigen. Anstatt über den langen Prozess einer typischen Zahlung zu gehen – vom Anstoßen der Zahlung über die Überweisung, die Verrechnung durch die Zentralbank (d. h. das Sammeln aller Zahlungen eines Tages bis zu einer festgesetzten Zeit), Netting der Beträge zwischen den verschiedenen Banken, Überweisen von Beträgen an die Empfängerbanken und von dort zum Konto des Zahlungsempfängers – fokussieren sich Instant Payments im Wesentlichen auf drei elementare Schritte: Anstoß der Zahlung, Versand, Verrechnung.

Dabei ist es unerheblich, über welche Zahlungsmethode ein Instant Payment durchgeführt wird. Der Kunde kann den für ihn bequemsten Weg wählen, sei es traditionell über die Bank, über eine Banking App oder über andere Initiativen wie beispielsweise PayPal. Über jede dieser Routen, sofern diese von den jeweiligen Banken oder Zahlungsdienstleister etc. angeboten werden, muss jede Zahlung umgehend verrechnet, überwiesen und dem Empfängerkonto gutgeschrieben werden. Dadurch wird der Zahlungsverkehr noch mal deutlich schneller und zum Echtzeit-Zahlungsverkehr. Instant Payments werden verschiedene Segmente, wie E-Commerce, stationärer Handel, person-to-person, Steuern und andere staatliche Zahlungen, abdecken.

Die Details des Projektes werden aktuell erarbeitet. Zu den Fragen, die dabei noch geklärt werden, gehören diese:
•    Wie werden Käufer geschützt?
•    Wie werden Zahlender und Zahlungsempfänger identifiziert? Über IBAN oder eine andere Identifikation, oder bleiben die Beteiligten anonym?

Am 27. November 2015 hat das ERPB in einer Pressemitteilung angekündigt, dass es den European Payments Council, der die Zahlungsdienstleister in Europa vertritt, eingeladen hat, bis November 2016 ein Programm für Instant Payments im Euro auszuarbeiten und dieses bis November 2017 umzusetzen. Gemäß der Pressemitteilung ist die Teilnahme daran freiwillig. Wenn sich Zahlungsdienstleister jedoch daran beteiligen, dann müssen sie sich an die Vorgaben des Programms halten.

Weitere Details zu diesem Programm und zur Zukunft des Zahlungsverkehrs insgesamt finden Sie in unserem aktuellen Whitepaper The Future of Payments. Um auf dem Laufenden zu bleiben, schauen Sie gerne regelmäßig in unserem Blog vorbei. Dort berichten wir regelmäßig über solche Themen.