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Zahlungsverkehr: Globaler EBICS-Zugang

Um seinen internationalen Zahlungsverkehr abzuwickeln, gibt es für Unternehmen verschiedene Kommunikationskanäle, vor allem EBICS, SWIFT und lokale Host-Anbindungen gehören dazu. Da EBICS zunehmend internationaler wird, kommt dieses Protokoll für immer mehr Unternehmen in Frage. Neben Deutschland ist EBICS in Frankreich und neuerdings auch in der Schweiz als Standard verfügbar. Auch in Portugal und Österreich gibt es Initiativen. Darüber hinaus bieten einzelne Banken in anderen europäischen Ländern EBICS an.

Um EBICS global zu nutzen, bieten sich insbesondere zwei Möglichkeiten an:

EBICS mit der Bank als Hub
Wenn die Bank als Hub genutzt wird, dann leiten Unternehmen eine Zahldatei über EBICS an ihre Hausbank. Diese verteilt dann die einzelnen Zahlungen an die Banken in den verschiedenen Standorten, in denen die Zahlungen ausgeführt werden sollen. Das kann entweder über das bankeigene Netzwerk erfolgen – wenn das Unternehmen nur eine Bank nutzt – oder die Hausbank kann die Zahlung per „request for transfer“ (RFT) über MT101 an Banken außerhalb des Netzwerkes weitergeben. Ein Unternehmen kann so beispielsweise seine Hausbank anweisen „beauftrage die Bank X in Paris, von meinem Konto dort den Betrag an ein Konto in Hongkong zu überweisen“.

Dieser Ansatz wird häufig für Treasury-Zahlungen verwendet, bei denen eine Zahldatei über einen hohen Betrag („high value“) erstellt wird. Aber auch Massenzahlungen sind bei manchen Banken gängig.

Ein Beispiel hierfür ist das Projekt beim Halbleiterhersteller Dialog Semiconductors, das Hanse Orga in Kooperation mit der HSBC beim Kunden durchgeführt hat. Weitere Details dazu können Sie in der Case Study nachlesen oder im Webcast von der Structured Finance 2012 anschauen.

Direkte Überweisungen per EBICS
Da EBICS immer globaler genutzt wird, bietet sich Unternehmen heute schon die Möglichkeit, viele Zahlungen direkt per EBICS an ihre Banken in den verschiedenen Ländern durchzuführen. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass die Bank EBICS anbietet. Im Vergleich zum Hub-Ansatz lässt sich mit der direkten Überweisung möglicherweise Zeit sparen, so dass die Zahlung etwas schneller beim Empfänger ist. Da EBICS momentan hauptsächlich von Banken in Europa angeboten wird, bietet sich diese Vorgehensweise also insbesondere für innereuropäische Zahlungen an.

Welcher Ansatz passt am besten?
Um zu entscheiden, welcher dieser beiden Ansätze oder auch der Alternativen SWIFT oder Host-Anbindung die größten Vorteile bringt, müssen sich Unternehmen insbesondere folgende Fragen stellen:

  • Was für eine Zahlungsstruktur habe ich in meinem Unternehmen?
  • Wo gehen meine Zahlungen hin (in welche Länder, welche Banken)?
  • Welcher Ansatz ist für mich der günstigste in Relation zu Preis, Zeit und Technologie?

Eine genaue Bestandsaufnahme am Anfang ist der hilfreichste Weg, um die richtige Lösung zu finden.

Wenn Sie möchten, unterstützen wir Sie übrigens dabei. In einer Voruntersuchung schauen wir uns den Status Quo an und, basierend auf unseren langjährigen Erfahrungen aus Projekten, erarbeiten wir mit Ihnen eine Strategie und Umsetzung, die am besten zu Ihrem Unternehmen passt. Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag über die Voruntersuchung und nehmen sie bei Interesse oder Fragen Kontakt mit uns auf. Nicht zu vergessen: unsere SAP-integrierte Software FinanceSuite Payment Management deckt EBICS, SWIFT und Host-Anbindungen ab und bietet damit große Flexibilität.